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Vortrag | Kreative Zersetzung

Wann:

Do 30. Jan 2025, 18:00

Wo: Kunstmuseum Liechtenstein, Städtle 32, Vaduz

Altersbeschränkung: Alle Altersklassen

Homepage:

Kreative Zersetzung: Wie Geheimdienste in die Kunst eingreifen – und was das heute noch bedeutet

von Sylvia Sasse
In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft.

In ihrem Vortrag beleuchtet Sylvia Sasse die Verflechtungen zwischen Performancekunst und Geheimdiensten, wie sie im Buch und der Ausstellung Artists and Agents. Performancekunst und Geheimdienste untersucht wurden. Mit besonderem Fokus auf die rumänischen Fallbeispiele und im Kontext des Kalten Krieges analysiert sie, wie Künstler:innen und staatliche Überwachungsapparate in einem Spannungsfeld aus Kontrolle, Subversion und Kreativität agierten.

Im Kontext der Einzelausstellung von Ana Lupas, deren Werk zwischen kollektiver Identität und individueller Ausdruckskraft oszilliert, diskutiert die Referentin, wie diese historischen Dynamiken bis heute nachwirken. Sie fragt, was die künstlerische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen über unsere gegenwärtigen Gesellschaften lehrt, in denen kreative Subversion und Desinformationsstrategien neue Dimensionen erreicht haben. Der Vortrag lädt dazu ein, die Rolle von Kunst und Widerstand mit Blick in die ehemaligen Geheimdienstarchive neu zu denken.

Im Anschluss an den Vortrag diskutieren wir aktuelle Menschenrechtsfragen im Kunst-Kontext mit Sylvia Sasse und Dr. Katrin Imhof, der Gründerin von Satellites of Art.

Prof. Dr. Sylvia Sasse ist Professorin für Slawistische Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Sie ist Mitbegründerin und Mitglied des Zentrums Künste und Kulturtheorie (ZKK) sowie Herausgeberin von novinki und von Geschichte der Gegenwart.

Der Vortrag wurde von Sylvia Sasse und Kata Krasznahorkai vorbereitet. Gemeinsam mit Inke Arns kuratierten die beiden die Ausstellung Artists and Agents. Performancekunst und Geheimdienste, (HMKV Dortmund, 26. Oktober 2019 – 19. April 2020), die 2020 von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands (AICA) als «Ausstellung des Jahres» ausgezeichnet wurde.

Kosten: Museumseintritt